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Wenn man über den Schwertkampf im 12. und 13. Jahrhundert schreibt unterscheidet man 2 Arten von Kampf.
Die Kampfkunst mit dem Schwert umzugehen.
Hier meint man das Fechten mit dem Schwert, welches sehr umfangreich und schwierig zu lernen ist. Was benfalls zur Kampfkunst dazugehört sind die anderen Waffengattungen. Dolchkampf, langes Messer, Kriegsringen (waffenlos) und vieles mehr. Die Kampfkunst mit dem Schwert lehrt den Kämpfer gezielt die Regionen des Körpers, mit Schwerthieben und Stichen, zu treffen die er zu treffen beabsichtigt. Solches Wissen wurde meist in Fechtschulen vermittelt wo sie anfangs meist nur dem hohen Stand (Edelleute) zukamen. Da diese sich leisten konnten. Der einfache Mann oder Kämpfer konnte sich nicht mal ein Schwert leisten. Später wurden Fechtlehrer von Herrschern beauftragt die Ausbildung des Heeres zu übernehmen um sie im Umgang mit dem Schwert zu unterweisen.
Der offene Kampf bei einer Feldschlacht.
Dieser Kampf ist ein etwas anderer als der Fechtkampf. Der offene Kampf ist brachial und brutal. Bei einer Feldschlacht geht es darum das gegnerische Heer zu dezimieren um zu siegen. Hier stehen sich auf beiden Seiten Kämpfer der unterschiedlichsten Waffengattungen gegenüber. In vorderster Reihe finden sich meist Infantriereihen von Kämpfern die mit Einhandschwert (das I 33 Schwert) und Schild bewaffnet sind um feindlichen Pfeilbeschuss standhalten zu können. Hinter diesen Kämpfern finden sich auch Speer oder Lanzenträger die gegen Kavallerie eingesetzt werden. Diese beiden Arten von Kämpfern schützen eine dritte sehr wichtige Gattung. Die Bogenschützen sind Fernkämpfer die den Gegner aus großer Entfernung angreifen können. Mit Pfeilen, die je nach Art unterschiedliche Aufsätze haben, sind sie in der Lage den Gegner schon vor einem Zusammentreffen zu dezimieren. Begleitet wird die Infantrie von Kämpfer zu Pferde. Der Kavallerie. Die Kämpfer sind schwer gepanzerte Reiter mit starker Rüstung. Bewaffnet sind sie meist mit Einhandschwertern. Kavallerie kann sehr effektiv gegen Schwertkämpfer oder Bogenschützen eingesetzt werden, da sie in der Lage sind den Gegner einfach nieder zu reiten. Gegen Lanzenträger sind sie weniger effektiv da diese durch die Stangenwaffe erhöhte Angriffsreichweite haben.
Vor der Schlacht wurden meist 1 – 2 Salven von Pfeilen geschossen bevor sich die die Schwertkämpfer und die Lanzenträger in Bewegung setzten. Trafen die Heere aufeinander ging alles sehr schnell vor sich. Der Kampf Mann gegen Mann ging meist nicht sehr lange das das Kämpfen in der schweren Rüstung sehr erschöpfend war. Nicht selten wurde bei großen Heeren Kampfhandlungen eingestellt um Tote und Verletzte vom Feld zu schaffen. Waren die Aufräumarbeiten erledigt ging der Kampf am nächsten Tag weiter.
Durch die Jahre hinweg vom Frühmittelalter 6. – 11. Jhd Bis zum Spätmittelalter 13. –Anfang 16. Jhd. Haben Rüstung und Waffen sich stark verändert. Als die anfänglichen Kettenrüstungen mehr und mehr durch Plattenharnische ersetzt wurden um Pfeilbeschuss standhalten zu können wurden auch Schwerter aufgewertet. Sie wurden länger und somit wuchtiger, weil sie nun auch mit beiden Händen geführt wurden, um gegen die schweren Plattenrüstungen wirken zu können.
Autor: Michael Dempf
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